Abschied vom IC 1: Unsere letzte Fahrt mit dem IC 1979 von Wunstorf nach Wiesbaden

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Am 10. Oktober 2026 hieß es für unsere Redaktion Abschied nehmen: Max, Kevin und Jan-Christian machten sich mit dem IC 1979 von Wunstorf nach Wiesbaden auf den Weg, um die letzten Stunden des klassischen IC 1 zu erleben. 55 Jahre Intercity-Geschichte gingen zu Ende. Für uns war klar: Diesen Tag wollen wir nicht einfach vorbeiziehen lassen.

Unsere Reise begann früh am Morgen. Um 6:33 Uhr startete der IC 1979 in Wunstorf. Mit dabei: Wagen aus dem klassischen IC-79-Konzept, das für den Intercity-Verkehr über Jahrzehnte prägend war. Wir hatten uns Plätze in der 1. Klasse gesichert und freuten uns auf eine lange Fahrt durch Deutschland – gezogen von einer echten Legende: der Baureihe 103 245.

Mit dem IC 1979 und der Baureihe 103 Richtung Süden

103 245-7 mit IC 1979 in Hannover Hbf.

Unser erster Halt ließ nicht lange auf sich warten. Schon in Hannover Hbf hielt der Zug. Dort wollten weitere Fahrgäste zusteigen. Doch es gab eine Besonderheit: Für diese Sonderfahrt galt ein spezieller Tarif. Reisende mit gewöhnlichen DB-Fahrkarten mussten den Zug deshalb wieder verlassen.

Nach dem kurzen Aufenthalt ging es weiter Richtung Süden. Die Baureihe 103 245 zog unseren Intercity durch das Leinetal. Für Eisenbahnfans war allein dieser Anblick schon ein Erlebnis. Die elegante Lok und die klassischen IC-Wagen erinnerten an eine Zeit, in der die Baureihe 103 das Bild des schnellen Fernverkehrs prägte.

103 245-7 beim halt mit IC 1979 in der Universitätsstadt Göttingen.

Als Nächstes erreichten wir Göttingen. Von der Universitätsstadt aus führte uns die Strecke weiter Richtung Bebra. Der Bahnhof war früher ein wichtiger Halt im Fernverkehr, lange bevor die ICE-Züge das Reisen auf vielen Strecken veränderten.

Über Bebra und Fulda auf der klassischen Strecke

103 245-7 erreicht Bebra typische IC-halt früher mit den IC 1979.

Hinter Bebra ging es über Bad Hersfeld weiter nach Fulda. Dort legten wir unseren nächsten Halt ein. Eigentlich hätte die Fahrt nun auf direktem Weg über Frankfurt am Main weitergehen können. Doch unser Sonderzug nahm eine andere Route.

Stattdessen blieben wir auf der klassischen Strecke und fuhren weiter Richtung Süden. Kurz vor Gemünden am Main ging es auf die Spessart-Rampe. Die anspruchsvolle Strecke führte uns weiter in Richtung Aschaffenburg.

Auch hier zeigte die 103 245, was in ihr steckt. Mit dem langen Intercity ging es über die Rampe, ohne dass uns größere Probleme auffielen. Für uns war genau das ein Teil des besonderen Erlebnisses: nicht einfach nur schnell von A nach B zu kommen, sondern eine klassische Lok auf einer traditionsreichen Strecke zu erleben.

Von Aschaffenburg aus führte unsere Fahrt weiter in Richtung Darmstadt. Dort stand der nächste wichtige Punkt im Fahrplan an.

Korrespondenzhalt in Mannheim: Zwei Abschiedszüge treffen sich

103 245-7 bei einer Verschnaufpause für die Letzen Km nach Wiesbaden in Darmstadt Hbf.

In Darmstadt hielten wir, damit der geplante Korrespondenzhalt in Mannheim klappen konnte. Und tatsächlich: Wir erreichten Mannheim passend zum Zusammentreffen mit dem IC 1971, der aus München gekommen war.

Dort wurde es richtig lebendig. Beide Züge fuhren nahezu gemeinsam ein und später auch wieder aus. Im IC 1971 war Simon aus unserer Redaktion unterwegs. So waren gleich mehrere Mitglieder unseres Teams auf den Abschiedsfahrten dabei wenn auch in unterschiedlichen Zügen.

Nach dem Aufenthalt ging es für unseren IC 1979 über die Riedbahn weiter. Anschließend bogen wir Richtung Mainz ab. Der IC 1971 nahm dagegen den Weg über die historische Hessische Ludwigsbahn und Worms nach Mainz Hbf.

Unser Zug fuhr ohne weiteren Halt direkt nach Wiesbaden Hbf. Dort wollten wir auf den zweiten Abschieds-Intercity warten und Freunde treffen, die wir bereits von der Abschiedsfahrt der Baureihe 406 kannten.

Ankunft in Wiesbaden: Abschied feiern und Freunde treffen

101 013-1 in IC-Farben mit IC1971 in Wiesbaden Hbf.

In Wiesbaden angekommen, nutzten wir die Zeit, um unsere Freunde von der früheren Abschiedsfahrt der Baureihe 406 wiederzusehen. Gemeinsam ließen wir das Ereignis Revue passieren und genossen die besondere Atmosphäre dieses Tages.

Drehfalttür Steuerwagen und 103 245-7 treffen sich in Wiesbaden Hbf.

Für uns war die Fahrt mehr als eine gewöhnliche Zugreise. Der klassische IC 1, die Baureihe 103 und die Wagen im traditionellen Intercity-Design standen für ein Stück Eisenbahngeschichte, das den deutschen Fernverkehr über viele Jahre geprägt hat.

Doch irgendwann mussten auch wir wieder zurück. Für die Rückfahrt ging es zunächst mit der RB 10 von VIAS nach Frankfurt am Main Hbf.

Rückfahrt mit dem ECE 4 Giruno und dann wird es spannend

Giruno Kinder/Famieenbereich.

In Frankfurt angekommen, warteten wir zunächst in der DB Lounge auf den ECE 4. Der Zug vom Typ Giruno sollte uns zurück Richtung Hannover bringen.

Mit wenigen Minuten Verspätung traf der ECE 4 ein. Auch die Abfahrt verzögerte sich nur kurz. Zunächst sah es also nach einer entspannten Heimfahrt aus. Doch das änderte sich schneller, als uns lieb war.

In Hanau Hbf blieb unser Zug stehen. Der ECE musste komplett neu gestartet werden. Während wir warteten, wurde der IC 2026 auf seiner eigenen Abschiedsfahrt mit dem IC 1 an uns vorbeigelassen.

Speisewagen im Giruno.

Als es schließlich weiterging, hatten wir bereits fast 50 Minuten Verspätung angesammelt. Unsere Rückfahrt wurde damit deutlich spannender als geplant.

Überholung in Flieden: Der letzte IC 1 zieht weiter

Am Bahnhof Flieden kam es zur nächsten Begegnung mit dem Abschiedszug. Dort überholten wir den IC 2026. Währenddessen wurde das Metallschild des Zuges für fast 1.350 Euro versteigert ein besonderes Erinnerungsstück für Sammler und Fans.

Wir fuhren weiter Richtung Hannover. Während der Fahrt erfuhren wir, dass der IC 2026 noch einen zusätzlichen Halt in Wunstorf einlegen sollte. Für uns war sofort klar: Diese Gelegenheit lassen wir uns nicht entgehen.

Nach der Ankunft unseres ECE 4 in Hannover stiegen wir direkt in den RE 1 nach Wunstorf um. Wir wollten den letzten IC 1 an unserem Heimatbahnhof noch einmal sehen und den Abschied dort festhalten, wo unsere Reise am Morgen begonnen hatte.

Adéu, IC 1! Der letzte Halt in Wunstorf

Der Abschiedswagen in Wunstorf

In Wunstorf angekommen, warteten wir auf den IC 2026. Während das Zugpersonal noch Fotos machte, nutzten auch wir die Gelegenheit für letzte Aufnahmen. Dann war es so weit: Der Intercity setzte sich wieder in Bewegung.

Für uns war das ein emotionaler Moment. Am Morgen waren wir in Wunstorf in den IC 1979 gestiegen. Nun standen wir wieder am selben Bahnhof und verabschiedeten den letzten IC 1.

Der IC 2026 verlässt die Kleinstadt Wunstorf in Richtung Bremen und weiter nach Hamburg-Altona

Der Zug fuhr weiter über Bremen nach Hamburg-Altona. Dort endete ein Kapitel der deutschen Eisenbahngeschichte: 55 Jahre klassischer Intercity-Verkehr mit dem IC 1 gingen zu Ende.

Unser Fazit zur letzten Fahrt des IC 1

Anzeige des letzten IC der DB Fernverkehr in Wunstorf.

Unsere Reise von Wunstorf nach Wiesbaden und zurück war lang, abwechslungsreich und voller besonderer Momente. Die Fahrt mit der Baureihe 103 245, der Korrespondenzhalt in Mannheim, das Treffen mit Freunden und der letzte Halt in Wunstorf machten diesen Tag für uns unvergesslich.

Natürlich lief nicht alles nach Plan. Die Verspätung auf der Rückfahrt mit dem ECE 4 kostete uns Zeit. Doch am Ende konnten wir den IC 2026 in Wunstorf noch einmal erleben und den Abschied selbst festhalten.

Mach`s gut, Intercity 1

Für Max, Kevin und Jan-Christian aus der Tariftagebuch-Redaktion bleibt dieser 10. Oktober 2026 ein besonderer Tag. Wir sagen Danke für viele Jahre klassischer Intercity-Geschichte.

Ade, IC 1 und gute Fahrt auf den letzten Metern nach Hamburg-Altona!

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