Wer regelmäßig mit Bus und Bahn unterwegs ist, kennt das Problem: Welches Ticket brauche ich? Gilt der Tarif noch? Und was passiert, wenn die Fahrt über mehrere Verkehrsverbünde führt? Genau das möchte Bayern künftig vereinfachen.
Der Freistaat plant die Einführung eines bayernweiten Check-in/Check-out-Systems. Statt sich vor jeder Fahrt mit Tarifen beschäftigen zu müssen, soll künftig ein kurzer Check-in per Smartphone genügen. Der passende Fahrpreis wird anschließend automatisch berechnet. Die schrittweise Einführung ist ab 2027 geplant.
So funktioniert das neue System
Das Prinzip ist einfach:
Vor dem Einstieg öffnest du die passende App und checkst dich mit einem Fingertipp ein. Am Ziel angekommen, checkst du wieder aus. Anschließend berechnet das System automatisch den günstigsten Fahrpreis für deine Fahrt.
Du musst also nicht mehr überlegen, welche Tarifzone gilt oder welches Ticket du kaufen musst. Das übernimmt künftig die Technik.
Bayernweit unterwegs auch über Verbundgrenzen
Ein großer Vorteil: Das System soll verkehrsverbundübergreifend funktionieren. Wer beispielsweise von Nürnberg nach Augsburg oder von Regensburg nach München fährt und dabei verschiedene Verkehrsverbünde nutzt, muss sich nicht mehr mit unterschiedlichen Tarifen beschäftigen.
Gerade für Gelegenheitsfahrer und Touristen dürfte das die Nutzung des Nahverkehrs deutlich einfacher machen.
Was ist der Unterschied zu Check-in/Be-out?
Langfristig verfolgt Bayern sogar ein noch komfortableres Ziel. Geplant ist ein Check-in/Be-out-System. Dabei checken sich Fahrgäste nur noch beim Einstieg ein. Das Ende der Fahrt erkennt das System automatisch – ein manuelles Auschecken wäre dann nicht mehr notwendig. Erste Pilotprojekte laufen bereits.
Welche Vorteile bringt das?
Das neue System soll den Ticketkauf deutlich vereinfachen.
Die wichtigsten Vorteile:
- kein Tarifwissen mehr notwendig
- automatische Fahrpreisberechnung
- einfache Nutzung per Smartphone
- Fahrten über mehrere Verkehrsverbünde möglich
- schneller Ticketkauf ohne Automaten
- weniger Fehlkäufe durch komplizierte Tarife
Vor allem Menschen, die nur gelegentlich mit Bus und Bahn fahren, könnten davon profitieren.
Deutschlandticket bleibt bestehen
Das neue Check-in/Check-out-System ersetzt das Deutschlandticket nicht. Wer bereits ein Deutschlandticket besitzt, kann dieses weiterhin wie gewohnt nutzen.
Das neue Angebot richtet sich vor allem an Fahrgäste, die kein Abo haben und nur gelegentlich mit Bus und Bahn unterwegs sind. Für sie soll der Ticketkauf einfacher und transparenter werden.
Teil der digitalen ÖPNV-Strategie
Das Check-in/Check-out-System ist Teil der Digitalisierungsstrategie des Freistaats Bayern. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr einfacher zu machen und verschiedene Verkehrsangebote künftig besser miteinander zu verknüpfen. Perspektivisch sollen Fahrplanauskunft, Ticketkauf und Bezahlung über digitale Plattformen und Apps noch enger zusammenarbeiten.
Tariftagebuch-Fazit
Mit dem geplanten Check-in/Check-out-System macht Bayern einen wichtigen Schritt hin zu einem einfacheren Nahverkehr. Statt sich mit Tarifzonen und verschiedenen Tickets zu beschäftigen, reicht künftig ein Check-in per Smartphone. Den passenden Fahrpreis berechnet das System automatisch.
Sollte das Konzept wie geplant umgesetzt werden, dürfte Bus- und Bahnfahren vor allem für Gelegenheitsfahrer, Touristen und Fahrgäste über Verbundgrenzen hinweg deutlich unkomplizierter werden. Damit könnte der Ticketkauf in Bayern so einfach werden wie nie zuvor. 🚆📱


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